Auswirkungen Finanzkrise – Die positiven Folgen des Abschwungs
Die internationale Finanzkrise, die im Herbst 2008 ganze Banken ruinierte und andere Geldhäuser von staatlichen Hilfspaketen gigantischen Ausmaßes abhängig machte, kann auch positive Folgen für den Normalbürger haben.
Entstehung der Finanzkrise
In erster Linie ist die Entstehung der Finanzkrise dadurch zu erklären, dass viele amerikanische Immobillienkredite geplatzt sind. Es war in den USA schon immer sehr leicht, an Kredite zu kommen, vor allem wenn diese durch steigende Grundstückspreise abgesichert waren. Vor allem in den letzten Jahren sind in den USA allerdings immer mehr Jobs verschwunden, durch Rationalisierung, oder auch durch Verlagerung in Billiglohnländer. Wer jedoch arbeitslos wird, kann seine Schulden meist nicht mehr bezahlen. Der Handel mit diesen faulen Krediten löste die internationale Finanzkrise aus.
Weniger Inflation durch Abschwung
Wann immer der Abschwung kommt, sinken grundsätzlich auch die Preise. Die internationale Finanzkrise hat der sich sowieso schon abkühlenden Weltkonjunktur einen kräftigen Dämpfer verpasst.
Der Ölpreis ist seit Sommer 2008 um ungefähr die Hälfte gesunken. Da der Gaspreis am Ölpreis gekoppelt ist, könnte sich diese Preissenkung sowohl auf die Kosten für das Autofahren wie auch auf die Heizkosten stabilisierend auswirken.
Auch die Inflationsrate im Euroraum hat sich ebenso wie die Wachstumsaussichten abgekühlt. Deshalb die Champagnerkorken knallen zu lassen wäre aber unangebracht. Schließlich ist eine niedrige Inflation zum Teil mit weniger Wirtschaftswachstum und somit weniger Einkommen verbunden. Der Einzelne kann dennoch seine persönlichen Nachteile aus der Finanzkrise möglicherweise dadurch abwehren, indem er sich der Auswirkungen bewusst ist und eventuell positive Folgen des Abschwungs nutzt.
Tipps Finanzkrise
Krisenzeiten und Abschwung drücken die Preise. Momentan sieht es nach einer Dämpfung der Inflation aus. Manche Preise könnten aufgrund fehlender Nachfrage in den kommenden Monaten vielleicht sogar fallen, vor allem wenn man erhoffte Rabattschlachten mit einbezieht.
Mögliche Preisentwicklungen sollten vor allem dann abgewogen werden, wenn größere Anschaffungen anstehen.
Sparer können aus den Fehlern anderer Kleinanleger ihre Lehren ziehen. So könnte es für den Einzelnen vermutlich vernünftig sein, sein Kapital zu streuen, und zwar nicht nur in unterschiedliche Kapitalanlagen, sondern möglicherweise auch in Form einer oder mehrerer Immobilien, wenn dies im finanziellen Rahmen liegt. Auf jeden Fall könnte es sich als hilfreich erweisen, die Risikosituation seines Vermögens zu kennen und nicht alles blind auf eine Karte zu setzen.
Auswirkungen der Finanzkrise
Jede Krise birgt die Chance auf Neuerung. Das ist schon eine Volksweisheit. Dies scheint ganz besonders bei der Finanzmarktkrise der Fall zu sein. Plötzlich erwähnen Politiker aller Fraktionen die Wichtigkeit einer internationalen Kontrolle über die globalen Kapitalmärkte und die Stärkung des Staates.
Selbst Konservative scheinen ihre Standpunkte zu ändern. Nicht etwa Oskar Lafontaine, sondern Angela Merkel forderte Mitte Oktober 2008, dass nicht nur der Mensch für die Wirtschaft, sondern die Wirtschaft auch für den Menschen da zu sein habe.
Ob sich ein solcher Wandel nur an den Rednerpulten vollzieht, oder auch Folgen für den Wohlstand der Bürger hat, bleibt abzuwarten. Eine mehr oder weniger große Zäsur unserer Wirtschaftsordnung zugunsten der gesamten Bevölkerung ist allerdings ein Stück wahrscheinlicher geworden.





""Nicht etwa Oskar Lafontaine, sondern Angela Merkel forderte Mitte Oktober
rudolphius | Februar 23, 2009“”Nicht etwa Oskar Lafontaine, sondern Angela Merkel forderte Mitte Oktober 2008, dass nicht nur der Mensch für die Wirtschaft, sondern die Wirtschaft auch für den Menschen da zu sein habe.”"
1. man beachter die wörter “nicht nur” und “auch”
2. Die ganze Aussage ist Geschichtsklitterung und. Die positive Darstellung von Frau Merkel im Kontrast zu Lafontaine ist Verdrehung. Lafontaine wollte schon zu seiner Rot-grünen Ministeriumszeit die Finanzmärkte regulieren.