US Wahlen – Vorteile durch Obama Sieg
Barack Obama und die Demokratische Partei können bei den US Wahlen einen Erdrutschsieg verbuchen. Ein solches Ereignis bleibt nicht ohne wirtschaftliche Folgen. Wer diese richtig abschätzt, könnte ebenfalls gewinnen – beispielsweise an der Börse.
Wirtschaftsthema dominierte Obama Wahlkampf
Das Thema Wirtschaft stand bei den US Wahlen 2008 ganz weit vorne. Das lag mit Sicherheit auch an der Finanzkrise. Obama versprach auch davor schon den „Change“, der auch eine Abkehr von der zunehmend in Frage gestellten Wirtschaftspolitik des Amtsvorgängers George W. Bush beinhaltet.
Bush setzte auf ungezügelte Märkte und eine besonders radikale Variante der angebotsorientierten Stabilitätspolitik. Immer mehr US Bürger sehnen sich aber nach mehr materieller Sicherheit und einem öffentlichen Gesundheitssystem.
Folgen US Wahlen an den Märkten
Barack Obama hat von den Wählern einen Erdrutsch beschert bekommen. Die Demokraten werden die ihnen in die Hand gelegte Macht nutzen und die angestrebten sozialen Reformen voraussichtlich realisieren.
Der Ausgang der US Wahlen lässt manche Vermutungen über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung an den Börsen zu.
Hier einige Schätzungen möglicher Folgen der US Wahlen 2008.
US Binnenmarkt – Steuerpolitik
Der amerikanische Verbraucher dürfte in Zukunft mehr Geld zur Verfügung haben. Es ist eine offene Umverteilung von oben nach unten geplant. Obama will Steuererleichterungen für 95 % der Bevölkerung. Steuererhöhungen für die reichsten 5 % des Landes sollen das finanzieren.
US Binnenmarkt – Sozialpolitik
Barack Obama plant einige notwendige soziale Wohltaten. Hausbesitzer sollen vor Zwangsversteigerung geschützt werden. Ein staatliches Gesundheitssystem ist ebenso geplant wie mehr Investitionen in Bildung. Das kostet, schafft und sichert aber auf der anderen Seite Einkommen bzw. ganze Existenzen.
Die neue materielle Sicherheit dürfte das Vertrauen wie auch die Brieftasche des amerikanischen Verbrauchers stärken.
US Binnenmarkt – Arbeitsmarktpolitik
Neue US Jobs sind nicht nur angestrebt, sie dürften sogar durch Steuererleichterungen subventioniert werden. Das und die geplante, ebenfalls Jobs und Einkommen schaffende Sozialpolitik, könnten amerikanischen Konsumenten in Zukunft mehr Wohlstand bescheren.
Folgen für die Märkte:
Wenn der amerikanische Binnenmarkt durch einen Präsidenten Obama gestärkt wird, hat dies positive Folgen für die Nachfrage. Unternehmen, die den amerikanischen Verbraucher mit Gütern und Dienstleistungen versorgen, dürften profitieren.
Der Ölpreis, das lässt sich durchaus vermuten, dürfte steigen. Mehr Konsum und wirtschaftlicher Optimismus bedeuten eine höhere Nachfrage nach Öl.
US Kriegspolitik
Obama strebt eine Verringerung amerikanischer Kriegseinsätze an. Diese belasten den amerikanischen Haushalt ungemein. Ein solcher Kursschwenk würde aber vermutlich auch geringere Einnahmen der Rüstungsindustrie zur Folge haben, was sich natürlich auf den Marktwert dieser Unternehmen auswirkt.
Risiken für Obama
Leider bekommt Obama durch Bush eine ziemliche Erblast aufgehalst. Ein katastrophaler Haushalt und die Finanzkrise müssen ebenso bewältigt werden, wie der Abzug aus dem Irak. Diese Erblast der Republikaner wird die Arbeit der Demokraten nicht gerade erleichtern.
Die US Wahl ist für Barack Obama gewonnen, die Krisen müssen aber erst noch bewältigt werden. Wenn man aber Obamas Optimismus mitberücksichtigt, und ebenso die Tatsache, dass er nicht nur die Amerikaner damit angesteckt hat, hat er gute Aussichten, dass ihm der Change gelingt.









Diese Erblast von Bush ist schon ziemlich erdrückend. Hoffentlich steht
Holger | November 7, 2008Diese Erblast von Bush ist schon ziemlich erdrückend. Hoffentlich steht Barack Obama zu seinen Worten und sorgt mit seiner Politik für einen Wandel. Nur mit einem starken kauffreudigen Amerika hat Deutschland einen prall gefüllten Geldbeutel.
Obama hat vor, Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu
WK | November 11, 2008Obama hat vor, Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu entlasten. In diesen Haushalten wird statistisch gesehen fast jeder zusätzliche Dollar konsumiert.
Und wie es scheint, fordert Obama auch, die Industrie und somit Arbeitsplätze zu stützen:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,589636,00.html