Auswirkungen Finanzkrise – Angebotspolitik und Nachfragepolitik
Bei aller Panik vor den Auswirkungen der Finanzkrise kann man als Verbraucher durchaus ein klein wenig optimistisch sein. Die öffentlich diskutierten Lösungen deuten meist in eine Richtung, nämlich einer finanziellen Stärkung der Nachfrage.
Auswirkungen der Finanzkrise für Verbraucher
Immer wieder wird davon berichtet, wie Politiker über die Auswirkungen der Finanzkrise debattieren – und wie man der darauf folgenden Wirtschaftskrise begegnen könnte.
Trotz aller Meinungsverschiedenheiten gehen die meisten Lösungen in eine Richtung. Alles deutet auf eine Stärkung des Geldbeutels der Verbraucher hin.
Es wird von Konsumgutscheinen gesprochen, von Steuererleichterungen und höheren Staatsausgaben. Immer wieder ist von der tragenden Rolle des Verbrauchers die Rede, unsere Wirtschaft zu stützen. Viele Politiker wie Wirtschaftsführer scheinen die Weisheit, dass Autos keine Autos kaufen, neu für sich zu entdecken.
Eine indirekte Auswirkung der Finanzkrise liegt in der Wiederentdeckung des Verbrauchers. Dessen Geldbeutel hat sich in den letzten Jahrzehnten nämlich eher verschlechtert.
Nicht wenige Stimmen werden lauter, daran etwas zu ändern. Nicht nur der wirtschaftlichen, sondern der gesamtgesellschaftlichen Stabilität wegen.
Angebotspolitik vs. Nachfragepolitik
Als eine Folge der Finanzkrise ist ein wirtschaftspolitischer Paradigmenwechsel von einer leistungsorientierten Angebotspolitik hin zu einer großzügigeren und konsumorientierten Nachfragepolitik denkbar.
Angebotspolitik
Kennzeichnend für eine ökonomische Angebotspolitik ist der Fokus auf die Bedürfnisse der Unternehmen. Vertreter einer angebotsorientierten Stabilitätspolitik fordern verstärkten Schuldenabbau, die Privatisierung von Staatsunternehmen oder beispielsweise eine Deregulierung der Märkte.
Nachfragepolitik
Die Nachfragepolitik geht davon aus, dass vor allem eine finanzielle Stärkung der Nachfrageseite die Wirtschaft relativ stabil und krisenfrei hält. Großzügige Tarifabschlüsse und relativ hohe Staatsausgaben zur Beschäftigungssicherung sind typisch für die Nachfragepolitik.
Langfristige Auswirkungen Finanzkrise
Die langfristigen Auswirkungen einer den Konsum stützenden Nachfragepolitik sind umstritten. Von Anhängern einer Angebotspolitik wird vielfach ihre Finanzierung kritisiert, die meist auf Pump oder über höhere Steuern erfolgt.
Nichtsdestotrotz dürfte eine verstärkte Nachfragepolitik dem durchschnittlichen Verbraucher erst einmal mehr Jobs und Konsum bescheren. Aber auch langfristig ist zu überlegen, ob es nicht besser wäre, zukünftigen Generationen lieber ein paar zusätzliche Schulden zu überlassen, anstatt eine unsicheren Welt, die jederzeit von der nächsten Wirtschaftskrise heimgesucht werden kann.




