Markenprodukte statt Markenpiraterie
Markenprodukte sind mehr als nur Bekleidungsstück, Kosmetika oder Elektroartikel. Als Kunde erwirbt man ein Image, eine Erlebniswelt. Die Markenpiraterie versucht, dieses einzigartige Shoppingerlebnis zu verwässern.
Shopping von Markenprodukten
Das Shopping unterlag durch Marketing und Popkultur einem Wandel. Es wurde gleich doppelt so attraktiv wie früher. Der Käufer bezieht mehr als nur ein normales Produkt, das einen objektiven Nutzen stiftet. Werbung und Brand Management haben dafür gesorgt, dass man als Kunde neben dem Markenprodukt selbst auch das Image des Herstellers und sogar des Händlers mit einkauft.
Aufruf gegen Markenpiraterie
Die kriminelle Fälschung von Markenprodukten macht dem Brandshopping einen Strich durch die Rechnung. Dadurch wird auch das natürliche Hochgefühl verringert, das beim Shopping von Markenprodukten entsteht. Und im Extremfall wird es gänzlich zerstört.
Ein exklusives Oberteil hat auch deshalb seinen hohen Preis, weil nicht die ganze Welt damit herumrennt. Und beim Kauf eines Markenhandys denkt man nicht immer nur an die objektiven Funktionen und zusätzlichen Erweiterungen. Es geht auch schlicht um das Ego oder weitere Aspekte der Selbstwahrnehmung.
Die Seite markenpiraten.de hat einen Aufruf gegen Markenpiraterie gestartet. Die Nachricht ist klar. Kauft Markenprodukte und keine offensichtlichen Fälschungen. Weder im Urlaub noch daheim. Diesem Aufruf möchte sich GSPG anschließen.
Zusatznutzen durch Markenkauf
Als Kunde fühlt man sich beim Kauf von Markenprodukten nicht selten auserwählt, erhaben und trendig. So ist ein Kostüm von Chanel, ein Anzug von Armani oder ein Pulli von Dolce & Gabbana objektiv gesehen nur ein hochqualitatives Kleidungsstück. Aus emotionaler Sicht shoppt man aber so viel mehr.
Mit dem Kauf eines besonderen Markenkleidungsstücks wird gleichzeitig, je nach Markenimage, ein Hauch Pariser Avantgarde erworben – oder auch eine Zeitreise in die Gründerjahre.
In dem einen Anzug fühlt man sich aufgrund des Designerimages wie ein Gangster aus der Prohibitionszeit. In dem anderen Anzug kommt man sich vor wie ein viktorianischer Lebemann, der zwischen diversen Rotlichtetablissements und Empfängen bei hohen Würdenträgern wandelt.
In einem Kostüm von Prada oder beispielsweise Chanel lassen sich Klasse und Stil unterstreichen. Das mag äußerlich an Farben und Schnitt erkennbar sein, aber ebenso entscheidend ist auch das Gefühl, wenn die von erlesener wie innovativer Markenkosmetik gepflegte Haut plötzlich mit Textilien allerfeinsten Rufes in Berührung kommt.
Qualitätsgarantie durch Markenkauf
Wenn es um Garantien für gekaufte Produkte geht, gelten natürlich die gesetzlichen Vorschriften und das, was Hersteller und Händler darüber hinaus gewähren. Garantien sind vor allem bei technischen Gütern mittlerer Lebensdauer von besonderem Interesse. Das können Fernseher, Computerbauteile oder Kameras sein.
Hier gibt es das ungeschriebene Gesetz, dass man zwar auch mit No-Name-Produkten Glück haben kann, dass aber Markehersteller im Großen und Ganzen Geräte von besserer Performance und Qualität produzieren. Schließlich sind jede Menge Investitionen in die Unternehmenskommunikation notwendig, um überhaupt so etwas wie eine Marke zu erschaffen. Ein durch minderwertige Produkte verursachtes Negativimage wäre aus Sicht des Unternehmens kontraproduktiv und wertvernichtend.
Alternative: Handelsmarken und Schnäppchen
Wer es gerne billig mag, braucht nicht auf gute Qualität und kostspielige Brandings zu verzichten. Es gibt solide Handelsmarken, die eine ausgezeichnete Qualität liefern, egal ob es um Elektroartikel oder Bekleidung geht.
Ganz besonders Spaß macht das Shopping extrem reduzierter Schnäppchen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten, in denen die allgemeine Kaufbereitschaft etwas träge ist, kann man im Sale Markenprodukte zu deflationären Preisen ergattern.
Das stellt die Markenpiraterie gleich doppelt und dreifach in Frage. Warum die Fälschung kaufen, wenn man das Original im Extremfall sogar billiger bekommt?




